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Seife – die hygienische Revolution

Als im 19. Jahrhundert die industrielle Revolution eine preiswerte Seifenproduktion ermöglichte, hielt die Seife in jedem Haushalt Einzug. So wurde die Ausbreitung von Krankheiten immer weiter eingeschränkt. Die Lebenserwartung der Menschen verdoppelte sich innerhalb von nur 150 Jahren.

Zwei Wirkungen der Seife haben die hygienische Revolution auf den Weg gebracht:

  1. Seife löst und emulgiert Fette und entsorgt sie zusammen mit dem Schmutz im Waschwasser. Hautfeindliche Stoffe und Bakterien werden so von der Hautoberfläche entfernt.
  2. Der hohe pH-Wert von Seife und Seifenlauge wirkt bakterizid und bakteriostatisch. Das heißt, das Wachstum von Keimen auf der Haut wird durch das Waschen mit Seife bekämpft.

Übrigens: Auf der Oberfläche der Seife siedeln so gut
wie keine Bakterien!

 

Andere Hygieneprodukte mögen „bequemer“ oder „cooler“ sein, aber die antibakterielle Wirkung von Seife ist nach wie vor unübertroffen.

 

Ist warmes Wasser beim Händewaschen hygienischer als kaltes?


An der Uni Regensburg wurde vor zwei Jahren in aufwendigen Studienreihen getestet, wie man sich optimal die Hände wäscht.

Das überraschende Ergebnis: Die Wassertemperatur ist völlig egal!

Es kommt vielmehr auf die Seife und die Dauer an. Wer sich ohne Seife die Hände wäscht - egal ob kalt oder warm -, beseitigt zwar möglicherweise Schmutz, nicht aber Viren und Bakterien.

Die Krankheitserreger werden erst durch die Verwendung von Seife bekämpft. Und hier ist Ausdauer gefragt: Denn die Versuche ergaben, dass die perfekte Waschdauer 30 Sekunden beträgt. Erst dann sind 99,9 Prozent der Keime und Bakterien beseitigt. Ob man dabei kaltes oder warmes Wasser benutzt, spielt keine Rolle und ist eher eine Frage des Komforts.