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Code of Conduct /
Verhaltensrichtlinie der Kappus Gruppe /
Soziale Verantwortung

 

Für die gesamte Kappus Gruppe gilt unser "Code of Conduct / Verhaltensrichtlinie", dessen Regeln auch für unsere Mitarbeiter, Lieferanten und Kontraktpartner gelten.

 

I Präambel

Die Kappus-Gruppe ist weltweit tätig und wir sind stolz auf unseren Ruf als Unternehmen, das überall, wo es aktiv ist, integer und ehrlich handelt. Dieser Ruf ist ein Eckpfeiler des Geschäfts der Kappus-Gruppe. Wir schätzen unseren guten Ruf sehr und halten ihn für eine unserer Wettbewerbsstärken. Es ist äußerst wichtig, dass alle Mitarbeiter auf allen Ebenen und alle, die mit uns verbunden sind, unseren Ruf schützen und sich gleichzeitig auf ihn verlassen können.

Wir erkennen unsere soziale Verantwortlichkeit an. Insbesondere tragen sämtliche am Beschaffungsprozess Beteiligte als Mittler zwischen unseren Unternehmen und den Anbietern auf den jeweiligen Beschaffungsmärkten Verantwortung gegenüber dem eigenen Unternehmen, gegenüber Kunden und Lieferanten, gegenüber der Umwelt und gegenüber der Gesellschaft.

Das Handeln der Unternehmen und Mitarbeiter orientiert sich insbesondere an den Werten der Integrität und Fairness.

Diese Verhaltensrichtlinie ist ein freiwilliger Kodex, der dem Interesse der Unternehmen der Kappus-Gruppe an fairen, nachhaltigen, verantwortungsvollen ethischen Handlungsgrundsätzen Nachdruck verleihen soll.

Die in dieser Verhaltensrichtlinie beschriebenen ethischen Leitlinien beruhen insbesondere auf den Grundsätzen des UN Global Compact (s. Anhang), den ILO-Konventionen, auf der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen, auf den UN-Konventionen über die Rechte des Kindes und zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung von Frauen sowie auf den OECD-Richtlinien für internationale Unternehmen. Sie orientieren sich an der Verhaltensrichtlinie des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e. V (BME) sowie dem Grundkodex der „Ethical Trade Initiative“ (ETI).

Die nachfolgenden Ziffern II bis V bilden Mindeststandards und sollen Situationen vorbeugen, die die Integrität der Kappus-Gruppe und ihrer Mitarbeiter in Frage stellen können.

Die Kappus-Gruppe beachtet die Grundsätze des Global Compact und wirkt in ihrer Geschäftsführung auf deren Zielerreichung hin.

 

II Allgemeine Grundsätze, Recht und Gesetz

Die Kappus-Gruppe verpflichtet sich, in allen unternehmerischen Aktivitäten ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden.

Sie verpflichtet sich bei allen geschäftlichen Handlungen und Entscheidungen, die jeweils geltenden Gesetze sowie sonstigen maßgeblichen Bestimmungen der Länder, in denen sie tätig ist, zu beachten. Geschäftspartner sind fair zu behandeln. Verträge werden eingehalten, wobei Veränderungen der Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.

 

III. 1. Korruption / Kartellrecht / Zwangsarbeit / Kinderarbeit

a) Korruption

Im Umgang mit Geschäftspartnern (Kunden, Lieferanten) und staatlichen Institutionen werden die Interessen des Unternehmens und die privaten Interessen von Mitarbeitern auf beiden Seiten strikt voneinander getrennt. Handlungen und (Kauf-)Entscheidungen erfolgen frei von sachfremden Erwägungen und persönlichen Interessen.

Das jeweils geltende Korruptionsstrafrecht ist einzuhalten. Unter anderem ist folgendes zu beachten:

Straftaten im Zusammenhang mit Amtsträgern

Die Gewährung persönlicher Vorteile (insbesondere geldwerter Art wie Zahlungen und Darlehen einschließlich der Gewährung kleinerer Geschenke über einen längeren Zeitraum) durch die Kappus-Gruppe und deren Mitarbeiter an Amtsträger (wie Beamte oder Mitarbeiter im öffentlichen Dienst) mit dem Ziel, Vorteile für die Kappus-Gruppe oder sich selbst oder Dritte zu erlangen, sind nicht erlaubt.

Straftaten im Geschäftsverkehr

Geldwerte persönliche Vorteile als Gegenleistung für eine Bevorzugung im geschäftlichen Verkehr dürfen weder angeboten, versprochen, gewährt noch gebilligt werden. Ebenso dürfen im Umgang mit Geschäftspartnern persönliche Vorteile von Wert weder gefordert noch angenommen werden.

Geschäftsführung und Mitarbeiter der Kappus-Gruppe dürfen im Geschäftsverkehr keine Geschenke, Zahlungen, Einladungen oder Dienstleistungen anbieten, versprechen, fordern, gewähren oder annehmen, die mit der Absicht gewährt werden, eine Geschäftsbeziehung in unzulässiger Weise zu beeinflussen oder bei denen die Gefahr besteht, die professionelle Unabhängigkeit des Geschäftspartners zu gefährden. Dies ist grundsätzlich nicht der Fall bei Geschenken und Einladungen, die sich im Rahmen geschäftsüblicher Gastfreundschaft, Sitte und Höflichkeit bewegen.

Die Kappus-Gruppe hat eine Richtlinie zur Annahme und Gewährung von Geschenken, Einladungen zu Bewirtung und Veranstaltungen erlassen (Antibestechungs- und Korruptionserklärung). Hierin sind Ausnahmen hinsichtlich angemessener geringwertiger und symbolhafter Geschenke, angemessener Geschäftsessen und angemessener Veranstaltungen des eigenen Unternehmens wie von Geschäftspartnern (Kunden, Lieferanten) geregelt.

Sollten Mitarbeiter sich in einem Interessenkonflikt befinden oder unsicher sein, ob ein Interessenkonflikt gegeben ist oder entstehen könnte, können sie sich jeder Zeit an die Geschäftsführung wenden.

b) Verhalten gegenüber Wettbewerbern (Kartellrecht)

Die Kappus-Gruppe achtet den fairen Wettbewerb. Daher hält die Kappus-Gruppe die geltenden Gesetze ein, die den Wettbewerb schützen und fördern, insbesondere die geltenden Kartellgesetze und sonstige Gesetze zur Regelung des Wettbewerbs.

Im Umgang mit Wettbewerbern verbieten diese Regelungen insbesondere Absprachen und andere Aktivitäten, die Preise oder Konditionen beeinflussen, Verkaufsgebiete oder Kunden zuteilen oder den freien und offenen Wettbewerb in unzulässiger Weise behindern. Ferner verbieten diese Regelungen Absprachen zwischen Kunden und Lieferanten, mit denen Kunden in ihrer Freiheit eingeschränkt werden sollen, ihre Preise und sonstigen Konditionen beim Wiederverkauf autonom zu bestimmen (Preis- und Konditionenbestimmung).

c) Zwangsarbeit

Die Kappus-Gruppe lehnt jegliche Form von Zwangsarbeit und alle anderen Arten von unzulässiger Behandlung von Arbeitern ab. Niemand darf gegen seinen Willen zur Arbeit gezwungen oder auf dem Werksgelände festgehalten werden.

d) Kinderarbeit

Die Kappus-Gruppe beachtet die Regelungen der Vereinten Nationen zu Menschen- und Kinderrechten. Die Kappus-Gruppe verpflichtet sich insbesondere, das Übereinkommen über das Mindestalter für die Zulassung zur Beschäftigung (Übereinkommen 138 der Internationalen Arbeitsorganisation) sowie das Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (Übereinkommen 182 der Internationalen Arbeitsorganisation) einzuhalten. Sieht eine nationale Regelung betreffend Kinderarbeit strengere Maßstäbe vor, so sind diese vorrangig zu beachten.

 

III. 2. Grundsätze zur sozialen Verantwortung

a) Menschenrechte

Die Kappus-Gruppe respektiert und unterstützt die Einhaltung der international anerkannten Menschenrechte.

b) Diskriminierung

Die Kappus-Gruppe verpflichtet sich, im Rahmen der jeweils geltenden Rechte und Gesetze jeder Form von Diskriminierung entgegen zu treten. Dies bezieht sich insbesondere auf eine Benachteiligung von Mitarbeitern aufgrund des Geschlechts, der Rasse, einer Behinderung, der ethnischen oder kulturellen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Neigung.

c) Gesundheitsschutz

Die Kappus-Gruppe gewährleistet Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Rahmen der nationalen Bestimmungen. Sie unterstützt eine ständige Weiterentwicklung zur Verbesserung der Arbeitswelt.

d) Faire Arbeitsbedingungen

Die Kappus-Gruppe achtet das Recht auf Koalitionsfreiheit ihrer Mitarbeiter im Rahmen der jeweils geltenden Rechte und Gesetze.


e) Umweltschutz und Nachhaltigkeit

Die Kappus-Gruppe ist dem Ziel des Umweltschutzes für die heutige und für künftige Generationen nachhaltig verpflichtet. Gesetze, die zum Schutze der Umwelt erlassen wurden, sind zu beachten. Die Kappus-Gruppe unterstützt umweltbewusstes Handeln der Mitarbeiter.

Die Kappus-Gruppe ist den Prinzipien des RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) verpflichtet. Soweit möglich und von unseren Kunden gewünscht, verwenden wir für unsere Produkte nachhaltige, RSPO-zertifizierte Ölpalmprodukte als Ausgangsbasis (www.rspo.org).

f) Geschäftsgeheimnisse

Die Kappus-Gruppe verpflichtet ihre Mitarbeiter, Betriebs- / und Geschäftsgeheimnisse zu beachten. Vertrauliche Informationen sowie vertrauliche Unterlagen dürfen nicht unbefugt an Dritte weitergegeben oder in sonstiger Weise zugänglich gemacht werden, es sei denn, dass hierzu eine Befugnis erteilt wurde oder es sich um öffentlich zugängliche Informationen handelt.

 

IV Lieferanten

Die Kappus-Gruppe erwartet von ihren Lieferanten, die Grundsätze dieser Verhaltensrichtlinie Abschnitt III 1. ebenfalls zu befolgen und empfiehlt ihren Lieferanten, ihrerseits ihre Lieferanten aufzufordern, diese bzw. die BME-Verhaltensrichtlinie oder eine ähnlich lautende zu befolgen.

Darüber hinaus wird die Kappus-Gruppe keine Geschäftsverbindungen zu Lieferanten oder Subunternehmern unterhalten, von denen bekannt ist, dass sie ihre Arbeiter unter unzulässigen Arbeitsbedingungen arbeiten lassen, wie z. B. die Ausbeutung von Kindern, körperliche Züchtigung, Misshandlung von Frauen, Sklaverei und andere Formen von Misshandlungen. Wir billigen keine Verstöße gegen die Gesetze zur Bekämpfung von Kinderarbeit oder sonstige Arbeitsgesetze. Wenn wir Kenntnis über einen Verstoß gegen unsere Grundsätze erlangen, führt dies zur sofortigen Beendigung der Geschäftsbeziehung.

 

V Einhaltung

Die Kappus-Gruppe verpflichtet sich, insbesondere durch Gestaltung und ggfs. Anpassung von Richtlinien und Prozessen darauf hinzuwirken, dass das Unternehmen den Grundsätzen dieser Verhaltensrichtlinie entspricht. Diese Richtlinie gilt für alle Mitarbeiter und Geschäftsaktivitäten des Unternehmens.

Sollte ein Mitarbeiter oder Außenstehender Hinweise zu unethischem oder illegalem Verhalten innerhalb der Kappus-Gruppe haben, möchten wir denjenigen bitten, Missstände aufzuzeigen, anstatt die Augen zu verschließen. Er kann sich jederzeit per Email an ethik@kappus-seife.de direkt an den Compliance Beauftragten der Kappus-Gruppe wenden. Dieser sichert dem Hinweisgeber auf Wunsch absolute Vertraulichkeit und Anonymität zu.


Die zehn Prinzipien

Die Prinzipien des Global Compact beruhen auf einem weltweiten Konsens, der sich herleitet aus …

  • der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte
  • der Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit
  • der Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung und …
  • dem Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption

 

Der Global Compact verlangt von den Unternehmen, innerhalb ihres Einflussbereichs einen Katalog von Grundwerten auf dem Gebiet der Menschenrechte, der Arbeitsnormen, des Umweltschutzes und der Korruptionsbekämpfung anzuerkennen, zu unterstützen und in die Praxis umzusetzen:

 

Menschenrechte

Prinzip 1:    Unternehmen sollen den Schutz der internationalen Menschenrechte innerhalb ihres Einflussbereichs unterstützen und achten und …

Prinzip 2:    sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen Mitschuldig machen.

 

Arbeitsnormen

Prinzip 3:    Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Kollektivverhandlungen wahren sowie ferner für …

Prinzip 4:    die Beseitigung aller Formen der Zwangsarbeit,

Prinzip 5:    die Abschaffung der Kinderarbeit und …

Prinzip 6:    die Beseitigung von Diskriminierung bei Anstellung und Beschäftigung eintreten.

 

Umweltschutz

Prinzip 7:    Unternehmen sollen im Umgang mit Umweltproblemen einen vorsorgenden Ansatz unterstützen,

Prinzip 8:    Initiativen ergreifen, um ein größeres Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt zu erzeugen, und …

Prinzip 9:    die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien fördern.

 

Korruptionsbekämpfung

Prinzip 10:  Unternehmen sollen gegen alle Arten der Korruption eintreten, einschließlich Erpressung und Bestechung.